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1

Sunday, February 5th 2012, 3:29pm

Regenbogenfische schwimmen oben

Hallo zusammen,
ich habe da ein Problem. Ich habe gestern mein 450Liter Beckum einer Generalreinigung unterzogen. Ich habe neuen Kies, Dünger und eine 3D Rückwand von Juwel in Becken eingebracht. Auch die Menge der Pflanzen habe ich etwas reduziert.
Heute musste ich feststellen, dass fast alle Regenbogenfische sich an der Wasseroberfläche aufhalten.
Habe sofort ein Wassertest gemacht, aber der recht unauffällig war.
KH = 4
GH etwas über 14
PH= 7
No2 / No3 unauffällig.
Hat jemand eine Idee?
Gruß
Uwe

2

Sunday, February 5th 2012, 4:22pm

Hallo Uwe,

dazu habe ich noch einige Fragen.

Waren die Fische bei der Aktion im Aquarium?

Warum eine Generalreinigung?

Welchen Kies hast du verwendet?

Hast du die Rückwand eingeklebt?

Wurde der Filter auch einer Generalreinigung unterzogen?

Hast du nach Beendigung der Aktion gefüttert?

Gruß

Hans Herbert

Gerd

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3

Sunday, February 5th 2012, 4:24pm

Stress?

Hallo Uwe,

kann man schwer was sagen, bei mir sind schon zweimal Regenbogenfische zu 60 - 80 % gestorben, nur weil ich sie umgesetzt habe. Nur durch den Stress des Umsetzens sind sie bei mir gestorben. Was Du machen kannst ist ein vorsichtiger Teilwasserwechsel und einbringen einer Strömungspumpe, knapp unter der Wasseroberfläche.

4

Sunday, February 5th 2012, 5:02pm

Hallo und Danke für die Mithilfe schonmal.

Waren die Fische bei der Aktion im Aquarium? Nein, die wurden in einer 300 Liter Regentonne untergebracht. Die Eheim-Pumpe mit Heizung lief dabei weiter.

Warum eine Generalreinigung? Es ist 6-7 Jahre her, dass wir das Becken aufgebaut haben. So das auch der Deponit nicht mehr wirken konnte. Dabei dachten wir uns, damit könnten wir neuen Kies einbringen und eine Rückwand von Juwel.

Welchen Kies hast du verwendet? 2-3 mm kunststoffbeschichteter Kies aus einem Aquaristikgeschäft Wilhelmi in Dortmund.

Hast du die Rückwand eingeklebt? Ja, mit Silikonkleber aus demselben Geschäft und 24 Stunden aushärten lassen.

Wurde der Filter auch einer Generalreinigung unterzogen? Nein, den haben wir natürlich in der Regentonne ;-) weiter laufen lassen.

Hast du nach Beendigung der Aktion gefüttert? Nein, haben wir nicht.

Desweiteren möchte ich informieren, dass unser Becken eine Dennerle Bodenfluterheizung hat, und eine CO2 Anlage bereits seit einigen Jahren läuft.
Weiterhin haben wir die Abdeckung gereinigt, natürlich nur mit warmen Wasser und unseren ganzen Stolz eine neue LED Beleuchtung angebracht (von Sunstrip)
1300mm: 1 mal daylight und 1 mal plant.
Wir haben vier neue Pflanzen eingebracht ansonsten den Bestand der Pflanzen im Becken etwas reduziert.
Eben haben wir einen Teilwasserwechsel zu 50 % unterzogen und den Aquaball mit Karbonfiltermaterial ergänzt und ihn an die Wasseroberfläche positioniert, damit das Wasser in Bewegung gerät.
Keine Ahnung was da nicht stimmt.

5

Sunday, February 5th 2012, 5:30pm

Hallo Uwe,

danke für die Auskünfte-

Ich würde Dir das gleiche raten wie Gerd und glaube das es morgen, nach Wasserwechsel und einbringen einer Strömungspumpe, schon wieder besser ist.

Gruß

Hans Herbert

Eifel-RBF

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6

Sunday, February 5th 2012, 5:57pm

Hallo zusammen,

Das Problem dürfte von dem kunststoffbeschichteten Kies kommen, ich hatte das selbe Problem vor einigen Jahren auch. Obwohl ich den neuen Kies ausgewaschen habe, hatte ich am nächsten Tag oben schwimmende Fische und leider auch schon paar verluste. Ein sofortiger Teilwasserwechsel schaffte Abhilfe. Dieser wurde dann noch mehrfach innerhalb der nächsten Tage durchgeführt. Es traten keine weiteren Probleme auf.

Nach Auskunft eines Wasserchemikers lag das Problem darin, das der Kies zwar sauber war, aber durch das einbringen in das Aquarium die Kiessteinchen aneinander gerieben haben. Durch diesen schmirgeleffekt wurde mehr Kunststoff freigesetzt, wodurch auch mehr Stoffe des Kunststoffes freigesetzt wurden.


Also Wasserwechsel machen, dann dürfte das Problem sich erledigen.
Gruß


Patrick


www.regenbogenfische.eu

Tobi

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7

Sunday, February 5th 2012, 6:40pm

Moin,
ich denke das du das gesamte Biosystem mit der Aktion durcheinander gebracht hast. Der Bodengrund ist der größte Filter im ganzen Becken und da wird der Grund zu suchen sein.
Von daher würde ich auch dazu raten, in den nächsten Tagen mit ein paar Wasserwechsel und Beobachtung der Fische fortzufahren.

8

Sunday, February 5th 2012, 9:09pm

Teil 2: Regenbogenfische schwimmen oben

HALLO,
wir bräuchten heute noch dringend Hilfe.
Mein Mann hat heute in den Aquaball Karbon Filterkohle getan, das sollte Giftstoffe raus nehmen.

Nun fangen ALLE Fische an überall vor zu schwimmen und haben ganz blasse Farbe.
Für mich sieht das nach einer VERGIFTUNG aus. Wasserwerte Gesamthärte über 21 und steigend.
Karbon wieder aus dem Aquaball raus genommen.
Wir machen nun einen Wasserwechsel zu 90 %. Man ist das alles doof.

Wir haben noch ein 60 Liter Aquarium als Quarantänebecken. Das läuft bereits seit 14 Tagen.
Wenn die WErte in dem Becken alle ok sind, kann ich sie dann da rein setzen?
Wird wahne eng darin. Oder ist so ein Wechsel der echte Tod für die Fischis.

9

Sunday, February 5th 2012, 10:43pm

nun haben wir nochmal unsere gesamthärte im leitungswasser getestet und siehe da, sie ist bei 20.
wir haben den 90 % Wasserwechsel beendet, Wasseraufbereiter hinzugefügt und leider den ersten toten fisch herausnehmen müssen.
Sie schwimmen überall vor, drehen und winden sich in allen richtungen. die panzerwelse und die schmerlen, den scheint das alles nichts auszumachen.
Wie bekomme ich die Härte runter?
Kann diese Härte das Verhalten der REgenbogenfische beeinflussen?
Dürfen die überhaupt hartes Wasser haben?

10

Monday, February 6th 2012, 5:57am

Fisch sterben

Moin, heute früh um 6 Uhr war das Wasser total trüb und ca. 70 % der Fische sind tot.
Wir
sind total traurig und wissen nicht was los ist. Den Rest der lebenden
Fische haben wir nun in unser 60 Liter Becken gepackt.
Auf längere Zeit ist das natürlich keine Lösung. Was müssen wir nun tun?

Dirk

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11

Monday, February 6th 2012, 8:33am

Moin Uwe,

das ist sehr schade ;(

ich habe damit selbst keine Erfahrung aber ich mistraue kunststoffummanteltem Kies. Einmal kann aus dem Kunststoff (gerade bei höheren Temperaturen im Kies durch die Bodenheizung) noch Weichmacher oder andere Chemikalien rausdiffundieren (je nachdem was das für ein Kunststoff ist). Und was ist der Kern? Es möglicherweise Material, da ist nicht toter Sand drin, sondern metallhaltige Schlacke etc. Wenn die Kunststoffschicht beschädigt ist, kann da alles mögliche rauskommen? (Alles nur Vermutungen) Auch das Silikon ist möglicherweise nach 24h noch nicht komplett durchgehärtet?

Die Härte wird gestiegen sein, durch kalkhaltige Stoffe (im neuen Dünger? zu viel Dünger?), die durch die CO2-Düngung gelöst werden? Ausserdem machen die Pflanzen (die ja alle neu eingepflanzt wurden) eine Stoffwechsel-Pause. Ein Großteil des Biofilters, nämlich der alte Bodengrund ist weg. Bis sich da ein neues Gleichgewicht eingependelt hat, dauert es mindestens mehrere Tage... Ammonium/Ammoniak-Test hast Du nicht gemacht?

Eine Antwort habe ich also auch nicht, ausser das man bei so einem großen Eingriff die Fische in ein vorbereitetes Ersatzaquarium setzen sollte, wo sie im Zweifel auch ein paar Wochen bleiben können, bis sich im generalüberholten Becken (wie bei einer Komplettneueinrichtung) alles wieder eingependelt hat.
Grüße,
Dirk

nataris

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12

Monday, February 6th 2012, 8:47am

Vergiftung durch Dünger?

Hallo,

welch trauriger Wochenbeginn :( Der geschilderte Verlauf ruft Erinnerungen an meine Neueinrihtung vor vier Jahrren wach. Habe damals ebenfalls Langzeitdünger in den Bofden eingearbeitet. Tags darauf Wassertrübung und dann Bildung eines grünweißlichen Belages auf dem Kies über etliche Tage. Hatte wohl zuviel des Guten getan, so dass die sich auflösenden Pellets nach oben gespült wurden. In Verbindung mit Bodenfluterheizung könnte das natürlich erst recht der Fall sein. Im Dünger ist ja in jedem Fall Eisen, ggf. auch Kupfer und Regenbogenfische sind ja vor allem gegen Letzteres sehr empfinglich. Ist zwar nur eine Vermutung, doch die Wassertrübung könnte Indiz für diese Theorie sein.

lg

Angelika

Gerd

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13

Monday, February 6th 2012, 5:31pm

was will man machen

Hallo Uwe,

ich denke ein zweites Mal wirst Du das so auch nicht mehr machen, negative Erlebnisse sind oft sehr lehrreich, davon habe ich auch am Anfang einiges kennengelernt und selbst alte Hasen (dazu gehöre ich noch lange nicht) lernen immer noch dazu. Das gilt besonders bei Regenbogenfischen!

Ich habe bis jetzt einiges in der kurzen Zeit erlebt und alle die sagen mir ist das noch nicht passiert, die hatten entweder unverschämtes Glück, oder sie Lügen einfach.

Mach Dir nichts draus, es ist ärgerlich, aber beim nächsten Mal wirst Du es mit Sicherheit besser machen. Man kann meistens damit rechnen, wenn Regenbogenfische an der Wasseroberfläche hängen und nach Luft schnappen, das Verluste auftreten, dass war bei mir meistens auch so.

Selbst das Umsetzen zurück ins 60 Liter Aquarium stoppt nach meinen Erfahrungen das Sterben nicht, aber die richtig Gesunden werden übrig bleiben.

Auch was Du alles auf einmal ins Wasser gibts, Depotdünger, CO2-Anlage, Wasseraufbereiter (wenn Wasseraufbereiter dann nur fein gemahlene Perlite mit einem Anteil Bentonit, bei diesen Stoffen wird die Wasserchemie nicht verändert, sondern nur die Kationen herausgefiltert wie zum Beispiel NH4+) Silikon (vermutlich noch nicht ganz ausgehärtet und gibt noch organische Lösungsmittel ans Wasser ab). An dem Kunststoffkies kann es nach meiner Meinung nicht liegen.

Es reicht auch bei vielen Pflanzen an den Wurzeln ein paar Tonkugeln zu stecken, ohne das ganze Aquarium mit teurem Depotdünger auszulegen. Das wichtigste nach meiner Meinung ist ein häufiger Wasserwechsel, dann benötigst Du auch keinen Wasseraufbereiter (das habe ich auch alles ausprobiert und kostet nur Geld) und ausreichend Strömung das lieben Regenbogenfische.

14

Monday, February 6th 2012, 8:31pm

Sooo, nun möchte ich mich als aller erstes erst einmal für all eure Infos bedanken und euch den Stand der Dinge mitteilen.
Wir haben alle noch lebenden Fische in ein 60 Liter Becken, welches ich seit 7 Tagen am laufen habe, umquartiert, welches ich als Quarantänebecken gedacht hatte.
Wir dachten, egal, entweder sie überleben das dort, ansonsten schaffen sie es eh nicht.
Gesagt getan.
Dann haben wir bei dem Silikonhersteller angerufen. Der meinte, das Silikon wird immer für Aquarienbau genutzt, also kein Problem.
Dann bei Juwel angerufen, die Rückwand Cliff Dark stellt keinerlei Probleme da. Vorherige Rückwände machten mal Probleme, diese aber nicht, also nicht das Problem.
Der Kies ist wie bereits gesagt, ein ummantelter Kies, der in der gesamten Anlage des Geschäftes in den unterschiedlichsten Farben verteilt ist, kann also auch nicht das Problem sein, sonst hätten die ja auch Probleme dort.
Dann wurde es irgendwann 9 Uhr und das Geschäft in dem wir alles gekauft haben, hat geöffnet. Wir riefen dort an und haben das Problem geschildert. Man sagte, bringt Wasser aus dem Becken mit und ich mache einen Test. 60 km gefahren und haben gleich alle toten Fische mitgenommen, damit man uns glaubt. Die waren schon entrüstet.
Aber bei dem Wassertest stellte er innerhalb von ein paar Sekunden fest, warum das alles passiert ist. Der Nitritgehalt war extrem hoch und das sogar obwohl wir gestsern abend 90 % Wechsel hatten. Er meint das wäre extrem. Unsere "Rätselstäbchen" ( Teststreifen) zeigten nicht den Wert an. Und einen Tropfentest haben wir dummerweise nicht gemacht. Obwohl es wir auch zu Hause hatten. Dumm. Kann ich nur sagen. Nun davon werden sie auch nicht mehr lebendig.
Er meinte, den größten Filter (den Bodengrund) haben wir ausgetauscht und damit das Becken ins Ungleichgewicht gebracht. Und dann muss wohl alles seinen Lauf genommen haben.
Das Becken war also ohne Bakterien, weil die im Bodengrund sitzen. Die Verbliebenen wurden durch einen Wasserwechsel zunichte gemacht. Dadurch konnte das Ammoniak durch die Hinterbliebenschaften (Kot und Urin) ungehindert zu Nitrit umgewandelt werden, welches eine Vergiftung mit sich zog. Gerade die Regenbogenfische welche sehr viel Sauerstoff benötigen, haben diesen nicht aufnehmen können, so dass er nicht in deren Blutbahn gelangen konnte. Daraufhin sind überwiegend Regenbogis davon betroffen. 6 davon sind noch übrig geblieben und anscheinend geht es denen auch noch recht gut, für das, was sie in den letzten Stunden alles mitgemacht haben.
Die Panzerwelse haben z.B. alle überlebt, dass wurde uns so erläutert: Diese Welsart schießt einfach an die Oberfläche und kann so Sauerstoff aufnehmen, so wie wir Menschen und kann den gut verbrauchen. Wenn diese Fische Nitrit durch das Wasser aufnehmen, können sie diesen anscheinend wieder ausscheiden. Den Regenbogis gelingt dieses wohl nicht. Den Schmerlen und den anderen Welsen geht es noch gut. Bis auf einen Fliederbartwels waren sonst nur Regenbogis betroffen. Leider. Ach ja, wir hatten drei Prachtschmerlen, davon haben noch 2 überlebt aber denen geht es nicht gut.

Im Moment ist das 60 Liter Becken maßlos überfüllt. Daher dürfen wir nicht füttern, weil sonst uns das gleiche wie in dem großen Becken passieren kann, dass es wieder "umkippen" kann. (durch den Kot etc.) Wir haben für den nächsten Notfall sollte er dann eintreffen, ein drittes kleines 60 Liter Becken aufgebaut, mit Aufbereiter und Bakterien bestückt, so dass sie eventuell noch einmal umziehen könnten.

Im großen Becken haben wir nun den gesamten Filter gereinigt, neu bestückt, das Wasser komplett abgelassen, neu eingefüllt, mit Aufbereiter und Bakterien aufgearbeitet. Nun heißt es 8 Tage warten, bis man langsam die Fische aus dem 60 Liter Becken in das 450 Liter Becken umziehen lassen kann. Wir fangen nun ganz von vorne an, wie ein Becken beim Neukauf.. Ärgerlich das Ganze. Aber wir haben mit allem gerechnet, aber nicht damit. In dem Aquaristikgeschäft gab man uns für einen späteren Notfall , der hoffentlich nicht eintritt, AmQuel plus, entfernt in 5 Minuten Nitrit, Nitrat, Chlor, Ammoniak und Chloramin. Sooooo, ich denke ich hab nichts vergessen.

Nun bleibt noch die Hoffnung, dass die anderen Fischis alles weiterhin gut überstehen und hoffentlich nicht auch noch verhungern müssen. 7 - 10 Tage ohne Futter find ich schon arg lang.
Vor allem bei dem was sie alles durchmachen mussten.

Ich werde weiterhin berichten. Hoffentlich ist der Spuk nun vorüber. Drückt mal die Daumen.
Bitte, sollte noch jemand Anmerkungen bzw. Ergänzungen haben, teilt sie uns mit. Wir sind für jeden Tipp dankbar.

Gerd

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15

Monday, February 6th 2012, 10:18pm

Nitrit

Hallo Uwe,

weißt Du wie ich ein neues Aquarium einfahre und ich habe in letzter Zeit einige eingefahren ohne das was passiert ist

1.) Ich richte das Aquarium mit neuem Bodengrund ein.

2.) Bepflanze das Aquarium.

3.) Lasse die Hälfte von Altwasser aus einem anderen einlaufen.

4.) Fülle das Restvolumen mit temperiertes Leitungswasser auf.

5.) Gebe ein aktives Filterstück aus einem laufenden HMF (mittelmäßig verschmutzt, dadurch mit vielen Bakterien (Nitrobacter) besiedelt) in den neuen HMF im neu eingerichteten Aquarium und starte diesen.

6.) Schütte den Schmodder(Grundlage zum Abbau des giftigen Nitrit NO2- in das ungiftge Nitrat NO3- durch Nitrobacter im Schmodder) aus einem aktiven Aussenfilter ins Aquarium.

7.) Und schließe einen aktiven Aussenfilter, den ich von einem anderen laufenden Aquarium entfernt habe ans neue Aquarium an.

Man hat es mir so erklärt und nach einer Woche kann ich vorsichtig die ersten Regenbogenfische einsetzen, Nitrit habe ich noch nie messen müssen, weil diese Methode bisher funktioniert hat, auch die Zugabe Startbakterien waren nie erforderlich.

Der Einsatz von aktiven Filtern und das Einfüllen des Filterschlamms ins Aquarium bringt so viele Bakterien (Nitrobacter) ins neueingerichtete Aquarium, dass macht ein einbringen von Startbakterien nicht notwendig, deshalb halte ich das reinigen des Filters für kontraproduktiv.

Auch wenn der Nitritwert ansteigt, macht es auf jeden Fall Sinn einen Wasserwechsel durchzuführen, weil ich mit jedem Wasserwechsel verdünne und damit den Gehalt an Nitrit reduziere. Siehe Link: http://www.aq-wissen.de/htm/nitrit.htm

Der Verkauf von Starterbakterien, Wasseraufbereiter usw. halte ich nicht für notwendig und kostet nur unnötig viel Geld. Was ich machen kann bevor ich das Wasser direkt aus der Leitung ins Aquarium reinlaufen lasse, wenn ich zum Beispiel sehr hohen Chlorgehalt im Wasser habe ist z.B. das Einfüllen in einen Vorratsbehälter mit einem kleinen Aussenfilter und lasse das eingefüllte Wasser einen Tag über den Filter laufen, dann sind alle Leitungswasserzusätze verflüchtig und ich habe durch die Filterung über einen Aussenfilter, dass Wasser auf das Einfüllen ins Aquarium akklimatisiert.

Ich denke, was ich jetzt geschrieben habe ist korrekt, muß aber nicht sein, falls nicht bitte Info!

Tobi

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16

Tuesday, February 7th 2012, 10:43am

Quoted

Ich denke, was ich jetzt geschrieben habe ist korrekt, muß aber nicht sein, falls nicht bitte Info!

Ich stimme dem zu, mache das im Prinzip genauso.
Altwasser ist nicht nötig, kann man aber machen. Das ist eher im Meerwasserbereich wichtig, wo man beispielsweise bei einem Umzug auch das alte Wasser mit nehmen muss.
Wichtig ist das man das Becken "an impft". Ich habe hinter dem HMF immer Filterwatte, die ich dann in einem neuen Becken ein, zwei Mal ausdrücke oder wenn möglich danach gleich hinter den neuen HMF stecke. So hat das Becken gleich erste Bakterien und es muss sich nicht alles von alleine bilden.

Wer allerdings kein bestehendes Becken hat, sollte die gängigen Einlaufphase incl. Nitritpeak usw. durchlaufen. Gerade für Anfänger ist das die schlimmste Phase, da man 2,3 oder auch mal 4 Wochen keine Fische ins Becken einsetzen darf (sollte) obwohl man doch so gerne will. Selbst dann würde ich nicht mit Starterbakterien arbeiten, denn ich finde es nicht gut irgendwelche Chemie ins Becken zu kippen, wenn sich der gleichen Effekt mit ein bisschen abwarten von selber einstellt, mit dem Unterschied, dass sich dann ein eigenes Biosystem gebildet hat.

17

Tuesday, February 7th 2012, 5:44pm

Jetzt stecke ich aber in der Zwickmühle

Danke erst mal für eure Tips. Am liebsten würde ich das AQ auch herkömmlich animpfen und die Zeit abwarten um die Fische darin zu setzen. Aber die Zeit habe ich leider nicht. Glücklicher weise habe ich vor ca. 10 Tagen mein 60L Karantänebecken aktiviert. In diesen 60L schwimmen jetzt aber die überlebten 40 Fische rum. Wie lange das gut geht???? Ist halt eine tickende Zeitbombe. Dann habe ich gestern noch ein 2. 60L Becken besorgt uns es in Betrieb genommen. Auch dieses habe ich mit Wasseraufbereiter und Bakterien versehen und möchte recht bald die Welse in dieses Becken setzen. Die sind 1. nicht so anfällig und 2. verbreiten die recht viel Unruhe. Wie würdet ihr an meiner Stelle weiter handeln???
Danke
Uwe

Silke

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18

Tuesday, February 7th 2012, 6:40pm

Hallo Uwe,

Quoted

Wie würdet ihr an meiner Stelle weiter handeln???

Zum nächst gelegenen vernünftigen Aquarianer fahren, dem seine Filterwatte klauen und schnellstmöglich damit wieder nach Hause fahren, den "Schmodder" (schönes Wort) im Aquarium ausspülen und die Watte (oder was auch immer) dann in den Filter stecken und laufen lassen. Das sollte allerdings in ca. 45 Minuten erledigt sein, danach beginnen die Filterbakterien sehr schnell abzusterben und die Aktion wird sinnlos bzw. Kontraproduktiv. Worauf du bei einer solchen Schnellimpfaktion im Nachgang achten musst, ist dir ja klar. Dann am nächsten Tag die Fische aus dem 60er-Knast holen und beten das nun alles glatt geht.

LG
Silke

P.S.: Ganz wenig füttern, ein ausgewachsener Regenbogenfisch verhungert nicht in einer Woche.

19

Tuesday, February 7th 2012, 7:05pm

Hallo Silke,
vielen Dank für die Nachricht.
Mein Bruder hat ein gut eingerichtetes Becken (ca. 350 Liter). Der wohnt gerade mal 10 Minuten entfernt.
Das könnte ja zeitlich passen. Allerdings kann ich ihm dann seine Watte wohl nicht mehr zurück geben. Er müsste dann neue einsetzen. Stimmt?
Du meinst wirklich, dass ich sie dann schon Morgen wieder so langsam aus dem "Knast" holen kann?
Wir haben heute in allen drei Becken Nitrit gemessen.
Im der "Luxusvilla" 450 Liter war der Wert 0,5, im "Knast" 0,3 und in der " 2. Notunterkunft" ebenfalls 0,3. Gefüttert haben wir bislang die Fischis seit Freitag gar nicht mehr.
Fällt mir sichtlich schwer, aber muss wohl so sein.
Die "Villa" wird auch so langsam klarer und ist nicht mehr so milchig wie gestern.

Silke

RFF-Team

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20

Tuesday, February 7th 2012, 7:25pm

Hallo Uwe,
einen Wert von 0,5 ist bereits Grenzwertig, als zusätzliches Problem ist bei dir die Wasserhärte zu bedenken. So kann die Luxusvilla nicht bezogen werden, das dürfte nach hinten los gehen. Evtl. müsstest du ein wenig Planschen und das Wasser einfach weicher machen um somit ein weiteres Risiko auszuschalten. Hier mal grob zusammen geschrieben, was da alles so im Zusammenspiel betrachtet werden muss. Dein Bruder ist als "Lieferant" aber ideal, gibt ihm bei Gelegenheit einfach mal neue Watte ;-)

LG
Silke

Stickstoffabbau

Das Element Stickstoff (N) und die Stickstoffverbindungen Ammoniak (NH3), Ammonium (NH4), Nitrit (NO2) und Nitrat (NO3) gehören obwohl es auf dem ersten Blick evtl. nicht so scheinen mag, alle untrennbar zusammen, ändert sich ein Wert werden auch die anderen automatisch betroffen.

Elemente und Verbindungen kommen auch in natürlichen Gewässern vor. Im Aquarium haben wir durch den erheblich stärkeren Besatz und Fischen und evtl. Wirbellosen die Aufgabe diese Werte so einzustellen, dass Vergiftungen durch hohe Schadstoffbelastungen ausgeschlossen werden können. Um das zu erreichen ist neben einer angemessenen Filterpflege*, ordentlichen Wasserwechselintervallen, kontrolliertes, dem gepflegten Fisch entsprechendes, Füttern erforderlich.

Täglich ein wachsames Auge auf die Atmung der Fische zu werfen ist ebenfalls wichtig weil, erste Anzeichen einer zu starken Nitritbelastung des Wassers eine erhöhte Atemfrequenz (japsen) der Fische sein kann.

Die folgenden Themen sind alle knapp gehalten und gehen nicht auf jedes Detail ein, vermitteln aber ein grobes Basiswissen.

Stickstoff (N) und Stickstoffverbindungen

N = lat. Nitrogenium, Wertigkeiten (Oxidationsstufen): +1 bis +5; -3
Luft besteht zu 78 % aus Stickstoff.

Anorganisch gebunden in Natronsalpeter (NaNO3) und Kalisalpeter (KNO3) sowie in Ammoniak (NH3). Organisch gebunden bei sämtlichen Organismen in den Eiweißstoffen (Proteine und Proteide), den Nukleinsäuren und in den Stoffwechsel-Endprodukten (z.B. Harnstoff, Harnsäure und Kot).

Stickstoff ist als Bestandteil der Eiweißstoffe und Nukleinsäuren für (fast) alle Organismen lebensnotwendig ebenso sind fast alle Organismen auf Stickstoffverbindungen angewiesen. Wasserpflanzen nehmen anorganisch gebundenen Stickstoff in Form von Nitraten und Ammonium (-verbindungen) auf. Tiere verwerten organisch gebundenen Stickstoff ihrer tierischen oder pflanzlichen Nahrung. Zum Abbau der Stickstoffverbindungen wird Sauerstoff benötigt.

Bei der Verwesung von Organismen sowie Futter, Urin, Kot entsteht bei einem pH-Wert von unter 7 hauptsächlich Ammonium (da freuen sich die Pflanzen weil Ammonium als Dünger nutzbar ist).

Bei einem pH-Wert von über 7 entsteht Ammoniak freut sich niemand! Ammoniak ist hoch giftig.
Eine Elritze stribt bei einen Wert von 0,6 mg/ l (Quelle: Wert 0,6 mg/l Mergus Band 1)

Um eine ungewollt hohe Ammoniakkonzentration zu vermeiden sollten tote Fische umgehend aus dem Aquarium entfernt werden, Futter sollte nur in der Menge verfüttert werden die auch wirklich gefressen wird.

Wer nun glaubt sich bei weichem Wasser entspannt zurücklehnen zu können, irrt. Nach dem Abbau zu Ammonium und Ammoniak, geht der Abbau der Stickstoffverbindungen munter weiter. Hier kommen dann Nitrit und Nitrat ins Spiel. (Siehe: Biologische Vorgänge im Filter)

Nitrit lagert sich an die roten Blutkörperchen der Fische an und verhindert den Transport von Sauerstoff ins Blut. Die Fische atmen wie wild und schaffen es trotzdem nicht ihren Sauerstoffbedarf zu decken, sie ersticken. Das ist der Grund warum der so genannte Nitritpeak zu Recht so gefürchtet wird. Bei einem Nitritwert von 1mg/ l stirbt ein Guppy (Poecilia reticulata) viele andere Arten sind bei 1 mg/ l allerdings schon lange tot! (Quelle: Wert von 1 mg/ l aus Mergus Band 1)

Nitrat ist zwar erheblich weniger giftig als Nitrit, wird aber sehr viel langsamer abgebaut. Hier liefert der gute alte Mergus von 1985 wieder eine Information, Zitat: “Werte von 150 mg/l werden für die Fische bedenklich, da die Gefahr der Nitrat-Reduktion (Denitrifikation) zu Nitrit und Ammoniak zunimmt.“

Das einzige was nachhaltig gegen Nitrit und Nitrat hilft ist, regelmäßiger Wasserwechsel!

Filterpflege

Filterpflege bedeutet dass ein Filter, daraufhin überprüft wird ob der Wasserdurchsatz stimmt, das die Schläuche innen nicht zugesetzt sind, das der Filtereinlaufstutzen (bzw. Überlauf bei Filterbecken) frei von Schmutzteilen wie z.B. losgerissene Pflanzenreste sind. Das Material und Dichtungen in Ordnung sind, keine feuchten Stellen usw.

Ein Filter soll aber keinesfalls unnötig sauber gemacht (gespült) werden, Bakterien die darin leben und ihren Job auch gut machen, also bitte nicht stören oder mit heissem Wasser verbrühen.

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