Hallo Dirk,
ich denke jeder hat da seine persönliche Meinung zu dieser Maßnahme. Ich halte es persönlich für moralisch bedenklich, die Elterntiere von den Jungfischen abzutöten.
Was wichtig ist, ist natürlich, dass man relativ zügig von den neuen Regenbogenfischen nachzieht. Was man machen sollte ist, die neuen Regenbogenfische in ein Quarantäneaquarium zu setzen und anschließend nach ein paar Tagen, einen oder mehrere von vorhandenen Alttieren hinzusetzen um dann zu schauen, ist da was oder ist da nichts. Der Aufenthalt im Quarantäneaquarium sollte ca. 3 Wochen betragen, dann kann man sie zu den Anderen setzen.
Bei mir hat es sich vermutlich um einen Regenbogenfischvirus gehandelt, vermutlich durch andere Regenbogenfische eingeschleppt. Die prozentualen Verluste die ich pro Regenbogenfischart hatte, waren total unterschiedlich.
Das seltsame, Blauaugen in demselben Aquarium waren davon nicht betroffen. Das gleiche gilt für Panzerwelse und Saugwelse.
Am Schlimmsten waren die Alttiere betroffen, z.B. alle von parva (hier fing es an), angfa, boesemani, trifasciata Running Creek, C. fasciata Pagai village, C. bleheri, M. affinis pagwi, M. kamaka, G. incisus sind gestorben.
Die Nachzuchten von einigen der oben genannten Arten haben meistens alle, aber mindestens ca. 70% überlebt.
Nach Aussage des Tiermediziner, den ich um Rat gefragt habe, verschwindet ein Virus nach spätestens 3 Wochen wieder und es scheint sich auch so zu bestätigen. In den befallenen Aquarien habe ich Regenbogenfische eingesetzt, die nicht befallen bzw. keine Anzeichen zeigten (also aus Aquarien, wo keine Verluste aufgetreten sind) und denen geht es gut.
Tobi fragte ja, nach den Anzeichen:
Zuerst sieht man gar nichts, die Fische stehen in voller Farbe, dann beginnt auf einmal die Schnellatmung, danach kippen sie einfach um. Von der Schnellatmung bis zum Tode, meistens nur ein paar Stunden, aber das war auch wieder von Art zu Art unterschiedlich. Was einfach schlimm an diesem Virus war, dass die Inkubationszeit ca. eine Woche beträgt und Dir nichts auffällt.
Tobi hat ja auch von seinem Sterben der Regenbogenfische berichtet und ich meine er hätte geschrieben, dass er keine neuen Fische eingesetzt hat. Da ich mich jetzt auch bei anderen erfahrenen IRG-Mitgliedern umgehört habe, kam es meistens dazu, wenn neue Fische eingesetzt wurden, aber ich habe auch von einem IRG-Mitglied gehört, dass er keine neuen Fische eingesetzt hat.
Es können natürlich manchmal andere Faktoren eine Rolle spielen, wie zum Beispiel das Fischfutter oder verschmutztes Wasser und dann bringt die radikale Tappin-Methode auch nichts.