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1

Wednesday, November 23rd 2011, 5:36pm

Beckenbesatz 200 x 50 x 50

Hallo,

ich habe mich bei einem wieder aktivierten Becken erstmals entschlossen, Regenbogenfische zu pflegen. Zur Person, ich heiße Bernd, bin 55 Jahre alt und habe schon länger Erfahrung mit Aquaristik. Weiter unten ist ein Bild von dem Becken, um das es geht. Das Wasser ist mittelhart und leicht alkalisch.

Wieviel Exemplare von wieviel Arten wären eurer Meinung nach passend? Ich dachte an 3 Arten mit je ca. acht Stück von mittlerer Größe (10 cm oder kleiner), bin aber nicht ganz sicher. Grundsätzlich bevorzuge ich mäßig besetzte Becken. Von daher täten es 2 Arten auch.

Bei den Arten bin ich noch unschlüssig. Ist in Hinsicht auf Kreuzungen etwas zu beachten? Ich habe irgendwo gelesen, dass die relativ leicht passieren können.

Gibt es Bestände, die im Sinn der Erhaltungszucht empfohlen werden? Da Regenbogenfische ja relativ leicht als Dauerzucht nachgezogen werden können, wäre ich auch daran interessiert.


Gerd

IRG-Mitglied

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2

Wednesday, November 23rd 2011, 7:06pm

IRG-NRW-Treffen am 26.11.2011 in Solingen

Hallo,

die Frage ist wo Du wohnst, wir Treffen uns am Samstag, den 26.11.2011 in Solingen, dorthin kann auch ein Nichtmitglied kommen und Fische sind zum Abgeben mit großer Wahrscheinlichkeit auch dort.

3

Wednesday, November 23rd 2011, 7:21pm

Das wäre für mich schon arg weit, ich wohne in Bayern.

Silke

RFF-Team

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4

Monday, November 28th 2011, 5:02pm

Hallo Datensatz,

Quoted

Wieviel Exemplare von wieviel Arten wären eurer Meinung nach passend? Ich dachte an 3 Arten mit je ca. acht Stück von mittlerer Größe (10 cm oder kleiner), bin aber nicht ganz sicher. Grundsätzlich bevorzuge ich mäßig besetzte Becken. Von daher täten es 2 Arten auch.


Verständlich, ein Schaubecken sollte man nicht vollstopfen, damit verliert es an Reiz. Relativ klein bleiben u.a. M. parva, G. ramuensis, R. ornatus, M. pygmaea, M. macculochi, M. praecox.

Quoted

Bei den Arten bin ich noch unschlüssig. Ist in Hinsicht auf Kreuzungen etwas zu beachten? Ich habe irgendwo gelesen, dass die relativ leicht passieren können.


Korrekt. Allerdings wird die Eiersuche in einem so großen Aquarium auch nicht so ganz einfach bzw. erfolgreich. Weil die Fische ihre Eier gern selbst fressen, alle möglichen Orte im Aquarium zur Eiablage nutzen werden - nur garaniert nicht den dafür vorgesehenen Platz, Beifische wie z.b. Corydoras o.ä. auch sehr schnell merken wo die lecken Snacks versteckt sind. Da macht es dann mehr Sinn eine Zuchtgruppe zu seperieren.

Quoted

Gibt es Bestände, die im Sinn der Erhaltungszucht empfohlen werden? Da Regenbogenfische ja relativ leicht als Dauerzucht nachgezogen werden können, wäre ich auch daran interessiert.


Da quasi außerhalb der IRG und einiger, weniger privater Züchter kaum Regenbogenfische in größerer Auswahl im Handel angeboten werden sonder fast nur das Standardsortiment aus M. boesemai, M. praecox, P. signifer (Aquariumstamm) und P. gertrudae (unbekannter Herkunft) ist jeder erfahrene Aquarianer sehr willkommen sich an der hochwertigen Nachzucht von Regenbogenfischen zu beteiliegen. Viele Arten sind selten, für Aussenstehende schwer zu bekommen und die Nachzucht und Verbreitung im Hobby notwendig. Einige neue Arten kommen z.B. aus Sulawesi (Insel, Indonesien) zu uns, nach Europa. Leider kommen zusammen mit den neu aufgesammelten Fischen aber auch Holzfäller, Bergbauunternehmen und Siedlungen in die vormals abgelegenen Gebiete. Die Fische die wir jetzt bekommen, verlieren ihren Lebensraum und das nicht erst in Jahrzehnten. Also müssen wir uns jetzt darum bemühen, stabile Bestände aufzubauen. Die "Alten" im Hobby etablierten Fische, dürfen wir aber auch nicht vergessen damit uns diese bei aller Begeisterung für die "Neuen" nicht wegsterben.

Es gibt auch in Bayern eine Regionalgruppe der IRG, dort sind gute Züchter, wirklich nette Leute und vor allen Dingen jede Menge herrliche Fische die quasi nur darauf warten zur Zucht angesetzt werden.

LG
Silke

Gerd

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5

Monday, November 28th 2011, 6:25pm

Mike Wolff

Hallo,

Mike Wolff ist der Regionalgruppenleiter der IRG-Bayern.

Natürlich ist es richtig, dass viele Regenbogenfischarten sich gut nachzüchten lassen, aber es gibt auch viele Arten die keine Selbstläufer sind. Zumindest bei mir.

Auch muß man eine gewisse Ausdauer besitzen, Regenbogenfische nachzuzüchten, denn sonst wachsen sie nicht richtig und sind fehlerhaft. Bis sie endlich etwas Farbe zeigen vergeht manchmal bei manchen Arten ein 3/4 bis zu einem Jahr.

This post has been edited 1 times, last edit by "Gerd" (Nov 28th 2011, 11:06pm)


6

Wednesday, November 30th 2011, 10:54pm

Danke für die Hinweise, ich werde mich mal mit Mike Wolff in Verbindung setzen. Einen Züchter in der weiteren Umgebung habe ich schon angemailt, vielleicht kommt da noch was.

Die Anfrage von wegen Dauerzucht kommt nicht von ungefähr. Ich meine, ich habe das mit der Dauerzucht schon halbwegs raus. Eines von meinen drei Aquarien, 180 l, ist mit Brillantsalmlern besetzt. Ich habe dort seit über 10 Jahren keinen Fisch mehr zugekauft. Das Aquarium ist immer voll. Wirklich schön ist das Becken nicht, es ist ein Verhau von Sagittarien und Javamoos. Aber für die Fische passt es, es schwimmt dauernd Nachwuchs.

Mein drittes Aquarium, vor ein paar Monaten neu eingerichtet, hat Riesenvallisnerien als Hauptbepflanzung und Fadenfische und Purpurkopfbarben als Besatz. Die Vallisnerien bilden bereits einen Dschungel, der den Lichteinfall stark dämpft. Da wachsen bereits die ersten vier Purpurkopfbarben heran. Das sind Fische, die hat man auch nicht jeden Tag als Zufallsnachzucht.

Bei dem Becken für Regenbogenfische lasse ich zunächst das Hornkraut wuchern, das wächst da sehr gut. Außerdem habe ich inzwischen Javamoos eingesetzt, mal sehen, wie das kommt. Ich bin da schon optimistisch, dass da eine für Dauerlaicher, wie es RBF typischerweise sind, geeignete Umgebung entsteht.

Ich möchte dabei schon Arten haben, die "Selbstläufer" sind, da dies meinem Umgang mit Aquaristik entspricht. Gezieltes Ansetzen von Zuchtpaaren ist eher weniger mein Ding. Dafür kontaktiere ich Mike Wolff und lasse mich beraten. Wie schon erwähnt, bei den Arten bin ich aufgeschlossen und habe keine Wunschliste.

Nachtrag: Mit Geduld habe ich kein Problem. Jungfische dürfen sich schon ein Jahr Zeit nehmen, bis sie zur Weitergabe bereit sind. Ich will ja kein Geld damit verdienen, einer hoher Durchsatz ist ohne Belang. Dafür wäre Dauerzucht eh nicht geeignet.

This post has been edited 2 times, last edit by "Datensatz" (Nov 30th 2011, 11:04pm) with the following reason: Nachtrag


Dirk

RFF-Team

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7

Thursday, December 1st 2011, 8:48am

Moin Bernd,

es ist eine schöne Sache, wenn man schaut, wie sich ein Aquarium und sein Besatz über die Zeit entwickelt. Für einen Daueransatz im selben Aquarium müsstest Du Dich aber auf eine Regenbogenfisch-Art beschränken, da alle Arten Melanotaenia, Chilatherina und Glossolepis untereinander kreuzbar sind. Auch die Hybriden sind leider fruchtbar.
Grüße,
Dirk

8

Thursday, December 1st 2011, 11:24pm

>> es ist eine schöne Sache, wenn man schaut, wie sich ein Aquarium und sein Besatz über die Zeit entwickelt. Für einen Daueransatz im selben Aquarium müsstest Du Dich aber auf eine Regenbogenfisch-Art beschränken, da alle Arten Melanotaenia, Chilatherina und Glossolepis untereinander kreuzbar sind. Auch die Hybriden sind leider fruchtbar.<<

Das ist etwas unerfreulich, ich hatte gedacht, dass man bei der Wahl unterschiedlicher Gattungen eigentlich sicher wäre vor Hybriden. Nun, ich hätte auch nicht das großem Problem, ein zwei Meter großes Artaquarium einzurichten, wenn es dafür gute Gründe gibt. Und die gibt es ja wohl.

Was mir Kummer macht, ist die Inzuchtproblematik. Der naheliegendste und einfachste Weg ist, dass man sich Nachzuchten von einem Züchter besorgt. Der gibt sicher seine Nachzuchten gerne ab, aber ist sicher nicht froh, wenn man nur Männchen oder nur Weibchen will, um sich die andere Seite dann von einem anderen Züchter zu besorgen. Darüber hinaus wäre es gerade bei nicht handelsüblichen Fischen schwer, einen zweiten Züchter zu finden, 1) überhaupt, 2) der auch einseitig Fische m/w abgibt, c) in Reichweite ist oder mit allem Aufwand & Heatpacks versendet.

Ist vor diesem Hintergrund Inzucht überhaupt vermeidbar, gibt es Erfahrungen dazu? Ich möchte nicht mein 500-l-Becken besetzen mit einer Art, deren Nachwuchs dann allgemein, und vielleicht auch berechtigt, als degenerierte Inzuchten angesehen werden.

Big Daddy

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9

Friday, December 2nd 2011, 12:24am

Hallo,

1.Die Vermischung von einzelnen Regenbogenfsichen ist daraus erklärbar, dass die meistenRegenbogenfischarten evolutionär noch recht jung sind (glaube es waren ca. 80.000 Jahre) und somit es noch nicht zu stabilen, nicht kreuzbaren Arten kommen konnte. Ähnliche Problem sind ja aus dem Malawi- und Tanganjikasee bekannt.

2.Inzucht ist bei der Fischzucht immer anzutreffen. Das ist im Normalfall auch kein Problem. Alle paar Jahr kommen auch immer wieder neue Stämme aus ihren Heimatgebieten nach Deutschland, mit denen man das Blut etwas auffrischen kann.
Die meisten Tropischen Aquarienfische sind Inzuchtfische und viele Farbschläge sind auch nur deshalb entstanden(Siehe Lebendgebärende). Wichtig ist die Kontrolle seines Stammes und der Gesunderhaltung. Soll heissen Fehlgebildete Fische sollten aussortiert werden und nicht zur Zucht weiterverwendet werden.....

Was du auch machen kannst ist dir Tiere von verschiedenen Züchtern zu holen, um eine etwas bessere genetische Ausgangslage zu kommen.....
LG
Daniel