Hallo Datensatz,
Wieviel Exemplare von wieviel Arten wären eurer Meinung nach passend? Ich dachte an 3 Arten mit je ca. acht Stück von mittlerer Größe (10 cm oder kleiner), bin aber nicht ganz sicher. Grundsätzlich bevorzuge ich mäßig besetzte Becken. Von daher täten es 2 Arten auch.
Verständlich, ein Schaubecken sollte man nicht vollstopfen, damit verliert es an Reiz. Relativ klein bleiben u.a. M. parva, G. ramuensis, R. ornatus, M. pygmaea, M. macculochi, M. praecox.
Bei den Arten bin ich noch unschlüssig. Ist in Hinsicht auf Kreuzungen etwas zu beachten? Ich habe irgendwo gelesen, dass die relativ leicht passieren können.
Korrekt. Allerdings wird die Eiersuche in einem so großen Aquarium auch nicht so ganz einfach bzw. erfolgreich. Weil die Fische ihre Eier gern selbst fressen, alle möglichen Orte im Aquarium zur Eiablage nutzen werden - nur garaniert nicht den dafür vorgesehenen Platz, Beifische wie z.b. Corydoras o.ä. auch sehr schnell merken wo die lecken Snacks versteckt sind. Da macht es dann mehr Sinn eine Zuchtgruppe zu seperieren.
Gibt es Bestände, die im Sinn der Erhaltungszucht empfohlen werden? Da Regenbogenfische ja relativ leicht als Dauerzucht nachgezogen werden können, wäre ich auch daran interessiert.
Da quasi außerhalb der IRG und einiger, weniger privater Züchter kaum Regenbogenfische in größerer Auswahl im Handel angeboten werden sonder fast nur das Standardsortiment aus M. boesemai, M. praecox, P. signifer (Aquariumstamm) und P. gertrudae (unbekannter Herkunft) ist jeder erfahrene Aquarianer sehr willkommen sich an der hochwertigen Nachzucht von Regenbogenfischen zu beteiliegen. Viele Arten sind selten, für Aussenstehende schwer zu bekommen und die Nachzucht und Verbreitung im Hobby notwendig. Einige neue Arten kommen z.B. aus Sulawesi (Insel, Indonesien) zu uns, nach Europa. Leider kommen zusammen mit den neu aufgesammelten Fischen aber auch Holzfäller, Bergbauunternehmen und Siedlungen in die vormals abgelegenen Gebiete. Die Fische die wir jetzt bekommen, verlieren ihren Lebensraum und das nicht erst in Jahrzehnten. Also müssen wir uns jetzt darum bemühen, stabile Bestände aufzubauen. Die "Alten" im Hobby etablierten Fische, dürfen wir aber auch nicht vergessen damit uns diese bei aller Begeisterung für die "Neuen" nicht wegsterben.
Es gibt auch in Bayern eine Regionalgruppe der IRG, dort sind gute Züchter, wirklich nette Leute und vor allen Dingen jede Menge herrliche Fische die quasi nur darauf warten zur Zucht angesetzt werden.
LG
Silke