You are not logged in.

1

Wednesday, January 11th 2012, 7:39pm

Ps. gertrudae bei diesen Wasserwerten möglich? - Alternativen?

Hallo zusammen,

nach einem Umzug und mehreren Jahren Salzwasser habe ich mich nun zu einer Rückkehr zum Süßwasser entschieden und möchte eigentlich auch gern wieder Pseudomugil gertrudae halten (in einem Artbecken) und wenn möglich auch züchten. Leider haben sich aber mit meinem Umzug auch meine Wasserwerte - leider - stark verändert. Während ich in meiner alten Wohnung mit GH 8, KH 5 und pH 7 problemlos arbeiten konnte, kommt das Wasser hier mit GH 15, KH 14 und pH 7,5 aus der Leitung. Scheint mir für die Gertrudae allerdings so doch etwas heftig zu sein, oder was meinen die Experten unter euch? :S

Welche Alternativen seht ihr, wenn ich mal die Aufbereitung des Wassers über Osmose oder Vollentsalzung für den Moment ausschließen würde?
Welche Blauaugen könnten sonst alternativ in Frage kommen?

Ach ja, es handelt sich um ein 84l-Becken (60x35x40).

Vielen Dank schonmal für eure Hilfe und Anregungen,

Aiptasia

Retti

IRG-Mitglied

Posts: 224

Location: Gelsenkirchen

  • Send private message

2

Thursday, January 12th 2012, 6:58am

Hallo Ai...

ich glaube nicht, dass du mit P. gertrudae bei diesen Wasserwerten glücklich wirst.
Ich hatte sie bei GH12, KH7 und hatte auch kein Glück. Es gibt die Möglichkeit, dass Nachzuchten sich von Generation zu Generation an die Wasserwerte gewöhnen, aber bei mir hat das auch nicht geklappt.
Bevor ich genug Nachzuchten hatte, waren die Tiere schon verendet. Eine bittere Erfahrung. Ich rate davon ab.

Alternativen, die auch hartes Wasser abkönnen sind P. furcatus, P. connieae, oder P. signatus.

Gruß Carsten

Dirk

RFF-Team

Posts: 622

Location: bei Bremen

  • Send private message

3

Thursday, January 12th 2012, 10:19am

Moin und Herzlich Willkommen im Forum,

ich halte seit 2009 einige Individuen P. gertrudae Aru II im 54 L-Becken bei ca. 22-26°C und sparsamer Fütterung. Die sind inzwischen alt und krumm geworden, aber immer noch munter. Mein Wasser kommt mit GH13 und KH11 aus der Leitung. Ob sie sich bei den Bedingungen auch vermehren würden, habe ich allerdings nicht ausprobiert.
Grüße,
Dirk

4

Thursday, January 12th 2012, 7:36pm

Hallo, ihr beiden,

vielen Dank für eure Antworten! Ich würde mich freilich freuen, wenn sich hier noch ein paar Stimmen zu Wort melden und mir mit ihren Erfahrungen weiterhelfen. :)

Wo ihr gerade mit Aru II die verschiedenen Varietäten der Gertruden ansprecht: Kommen eigentlich alle Varietäten aus ähnlichen Wasserverhältnissen, oder gibt es da Unterschiede, und wenn ja, welche? Da bin ich nämlich noch nicht wirklich schlauer geworden.

Also, Carsten, du würdest denken, entweder das Wasser doch verschneiden, um es passend zu machen, oder auf eine andere Art zurückgreifen? Die Befürchtung, dass das Wasser so evtl. zu hart sein könnte, hatte ich durchaus im Blick. Deshalb hier auch die Anfrage. Ich hätte sie schon sehr gern, allein schon wegen ihres interessanten Verhaltens, aber eben nicht um jeden Preis.

Viele Grüße,
Aiptasia

5

Thursday, January 12th 2012, 9:38pm

Hallo Aiptasia,

meine P. gertrudae "Eubenangee Swamp" halte ich bei etwa 26 Grad, 6-8 KH und um die 10 GH. Es scheint ihnen ganz gut zu gefallen.

Um diese Nachzuchten zu erhalten, hatte ich verschiedene Paramater verändert, um die Elterntiere zum Ablaichen zu bringen: Temperaturerhöhung, Wasser mit Osmose verschnitten um tiefere Werte zu erhalten, Beleuchtungsdauer erhöht, dann Temperatur sinken lassen gegen 23 Grad, Lebendfutter gereicht (anstelle, Frostfutter). Nichts hat gewirkt, kein Ei konnte ich finden. Irgendwann hatte ich beim Wasserwechsel ausschliesslich Osmosewasser verwendet, sodass die KH auf etwa 2 KH sank. In den nächsten Tagen konnte ich unzählige Eier finden; meine jetztigen Nachzuchten eben.

Viele Grüsse
Peter

Meine Fische

Gerd

IRG-Mitglied

Posts: 397

Location: Langerwehe

  • Send private message

6

Thursday, January 12th 2012, 10:09pm

Pseudomugil gertrudae ARU II

Hallo Piet,

ich habe immer gedacht, dass die ARUII problemlos laufen und wie das halt so ist, wenn man einige Arten hat achte, man nicht mehr so darauf. Nachdem ich vorher mein hartes Wasser immer mit Osmosewasser verschnitten hatte und danach nur noch mein hartes Wasser verwendet habe, mußte ich feststellen, dass die Flossen sich im harten Wasser, nicht mehr entsprechend ausbilden, kann das sein?

7

Friday, January 13th 2012, 4:44pm

Hallo Gerd,

von den gertrudae's halte ich nur die "Eubenangee Swamp". Dieses Sumpfgebiet liegt im australischen Queensland, etwas südlich von Cairns. Angeblich hat es dort tendenziell eher weiches Wasser. Ich könnte mir vorstellen, dass sich das Wasser deutlich von den "Aru II". Ob sich die Flossen anders ausbilden (wie meinst du das genau?) kann ich nicht beurteilen. Ich meine aber, dass die Rückenflossen meiner männlichen Tiere nicht ganz die Grösse erreichen wie einige andere Arten.

Viele Grüsse
Peter

Meine Fische
Piet has attached the following images:
  • p_gertrudae_eubenangee_swam.jpg
  • p_gertrudae_eubenangee_swa2.jpg

Gerd

IRG-Mitglied

Posts: 397

Location: Langerwehe

  • Send private message

8

Friday, January 13th 2012, 9:38pm

die Flossen bilden sich .....

Hallo Peter,

die Rückenflossen werden kleiner, sie erreichen nicht die Größe wie bei den Zuchttieren, oder liegt es am Futter, was fütterst Du?

9

Saturday, January 14th 2012, 12:14am

Hallo Gerd,

so eine Rückbildung der Flossen kann ich nicht erkennen oder bestätigen, auch nicht im Zusammenhang mit der Wasserhärte. Die schwankt bei mir sowieso immer ein bisschen. Die Fotos zeigen übrigens die F1-Tiere, welche ich bereits ausgewachsen erhielt und zur Zucht verwendete. Beim F2-Nachwuchs kann ich keine Unterschiede ausmachen. Gibt es nicht auch natürliche Schwankungen? Ich habe auch im "Field Guide to the Freshwater Fishes of Australia" von G.R. Allen nachgeschaut. Es gibt da getrudae's mit noch deutlich kleineren Flossen. Auch muss ich sagen, dass ich nicht auf irgend welche Merkmale gezüchtet habe, sondern eine Gruppe von 8 Tieren verwendete.

Beim Futter achte ich auf Vielfalt. Öfters gibt es Artemia-Nauplien, dann aber auch gefrostete Artemias, weisse Mückenlarven (die sind schon fast zu gross für die zierlichen Fische) oder Mysis. Abwechslungsweise mit diversen Flocken (Krill, Mix) und immer auch ein Tag nur mit Grünfutter (Flocken, Granulat). Eher sparsame Fütterung und ein bis zwei Fastentage pro Woche sind die Regel.

Viele Grüsse
Peter

Meine Fische

10

Saturday, January 14th 2012, 9:02am

Guten Morgen zusammen,

eure Überlegungen sind für mich gerade hochgradig interessant, und bitte, diskutiert das auch gern weiter hier aus, ich nehme das Wissen gern mit auf (wer weiß, wofür ich es früher oder später vielleicht selbst gebrauchen kann). [:)]
Nun habt ihr mich fast doch soweit, dass ich die Wasserpantscherei wieder anfange.

Aber seid bitte trotzdem so lieb, und vergesst auch meine Überlegungen nicht. [;)] Ich würde nach wie vor gern wissen wollen, ob - und wenn ja welche - es Unterschiede bei den verschiedenen Fundortvarianten hinsichtlich der Wasserbedingungen in deren Habitaten gibt, falls jemand von euch etwas dazu weiß.
Und nach wie vor steht auch die Suche nach möglichen Alternativen zu den Gertruden im Raum.

Liebe Grüße,
Astrid (Aiptasia)

11

Saturday, January 14th 2012, 3:26pm

Hallo Astrid,

Pseudomugil gertrudae kommt in den verschiedensten Biotopen vor, die recht breit gefächerte Wasserwerte haben. Folgend zwei Biotopberichte von Norbert Grunwald von seiner Reise 1997; Burtons Creek (NT),6.10.1997 14.00Uhr, Wassertemperatur 28,4°C, pH-Wert 4,5, Gesamthärte <1°, Karbonathärte <1°, Leitfähigkeit 90µs; Coomalie Creek, 6.10.1997 18.10 Uhr, 27,6°C, 7,8, 11°, 12°, 1300 µs. An diesen Angaben kann man sehen, dass Pseudomugil gertrudae in sehr unterschiedlichen Gewässertypen lebt. Meine Empfehlung: Verzicht auf Ps.gertrudae oder Wasser enthärten. Bei der Zucht geht es nicht ohne Wasserenthärtung.

Gruß

Hans Herbert

Gerd

IRG-Mitglied

Posts: 397

Location: Langerwehe

  • Send private message

12

Saturday, January 14th 2012, 7:24pm

Pseudomugil gertrudae Coomalie Creek

Hallo Hans - Herbert,

dann wäre diese Fundortart eigentlich die richtige, zumindest von den Wasserwerten, oder?

13

Sunday, January 15th 2012, 11:29am

Hallo,

meine bisher gehaltenen Varianten von Ps.gertrudae kamen mit dem Leitungswasser, pH7,4, 10°dGH, 4°KH, 320µs, gut zurecht. Nicht alle ließen sich in dem Wasser erfolgreich züchten und so habe ich dafür ein Leitungs.- Regenwassergemisch verwendet. Die Halter und Züchter mit harten Wasser sollten es daher weicher bekommen.

Bei meinen Ps.gertrudae Aru konnte ich keine Rückbildung der Flossen erkennen.

Gruß

Hans Herbert

14

Sunday, January 15th 2012, 7:29pm

Hallo, zusammen,

Regenwasser, Hans-Herbert, klar, wieso bin ich da nicht früher drauf gekommen?! :!: OK, ich gebe zu, dass ich in meiner alten Wohnung weder die Notwendigkeit noch die Möglichkeit hatte, Regenwasser zu verwenden. Aber die Option hatte ich noch gar nicht auf dem Schirm. Mann, danke, dass du das erwähnt hast!
Da werd ich doch glatt mal gucken, wie gut sich das hier zum pantschen eignet.

Davon abgesehen: Gäbe es neben den Furcatus, Signatus und Connieae weitere Alternativen, oder bliebe es bei der Auswahl für härteres Wasser?

Liebe Grüße,
Astrid

15

Sunday, January 15th 2012, 8:56pm

Hallo Astrid,

ja, was für die ganz Harten, Ps.cyanodorsalis.

Gruß

Hans Herbert

arminB

registrierter Benutzer

  • Send private message

16

Saturday, January 21st 2012, 10:38pm

Hallo Astrid,

ich würde sie Flinte nicht so schnell ins Korn werfen ;)

Ich halte und züchte Ps. gertrudae Aru 4 nun in der 2. Generation in ähnlichen Wasserwerten die du auch hast.

Bei mir kommen eine GH von 19, Kh von 14 bei einem Ph von ca. 7,5 bei einer Leitfähigkeit von ca. 600 µS aus der Leitung, also guter Oberschwäbischer Flüssigbeton.

Bei den gleichen Werten vermehren sich bei mir auch Ps. furcatus und Ps. cf. Paskai. Allerdings weigern sich bei mir die Ps. signatus Eier zu legen :( aber die bekomm ich auch noch so weit.

Was ich allerdings erwähnen muss ist dass die 1. Generation ( 10 Tiere ) der Aru 4 die ich über meinen "Zierfischdealer" direkt vom Großhändler bekommen habe innerhalb von 4-5 Wochen eingegangen sind. Allerdings haben sie in den paar Wochen für ca. 50 Jungtiere gesorgt die zwischenzeitlich auch schon Erwachsene Jungfische produziert haben und auch noch recht fidel rumschwimmen.

Ob der 1. Satz Aru 4 an den Wasserwerten oder am fortgeschrittenen Alter eingegangen sind kann ich nicht sagen da sie schon ausgewachsen waren als ich sie bekommen habe. Die 2. Generation ist zwischenzeitlich rund 9 Monate alt. Von der 3. Generation sind die ältesten Tiere 3-4 Monate alt.

Gefüttert werden sie mit Artemia Nauplien, Granulat und diverses Frostfutter ( Artemia, Schwarze Müla ...) . Die Aufzucht erfolgt mit Pantoffeltierchen, Microwürmer, Artemia Nauplien und Granulat.

Hoffe es hilft weiter. Denke ein Versuch ist es Wert, allerdings würde ich parallel versuchen gleich die 1. Nachzucht anzustreben falls die Tiere aus dem Zoohandel die Wasserwerte auf Dauer nicht aushalten da sie bei anderen Wasserwerten aufgezogen wurden. Meiner Erfahrung nach ist die 2. Generation von meinen Nachzuchen wesentlich stabiler.
Das hab ich auch bei anderen Fischgattungen für mich festgestellt.

Viele Grüße

Armin

17

Wednesday, March 14th 2012, 3:14pm

Hallo, Armin und Hans Herbert,

vielen Dank nochmal für eure Rückmeldungen.

Cyanodorsalis bräuchten aber dann auch Salz ins Wasser, oder verwechsle ich da was? Hm, ich schätze, da rücken dann doch die Furcatus nach oben auf die Liste.

Armin, dein Beispiel macht natürlich doch wiederum Mut.
Hast du denn die Jungtiere dann auch im Leitungsheimer und lässt du sie bei den Alttieren, oder werden sie bei dir separat aufgezogen?

Viele Grüße,
Astrid

Tobi

IRG-Mitglied

Posts: 586

Location: Niedersachsen

  • Send private message

18

Thursday, March 15th 2012, 1:19pm

Hallo Astrid,

Quoted

Cyanodorsalis bräuchten aber dann auch Salz ins Wasser, oder verwechsle ich da was?

Nein du liegst absolut richtig. Ps. cyanodorsalis sind Brackwasserfische.

arminB

registrierter Benutzer

  • Send private message

19

Saturday, March 17th 2012, 10:30pm

Hallo Astrid,

ich zeitige die Eier von meinen Blauaugen im frischen Letungswasser und dann werden sie auch in dem selbigen aufgezogen. DIe Jungfische sind allerdings in anderen Becken als die Alttierre. Aber das Wasser ist das selbe.

Da ich die FIsche an meinen Fisch"dealer" gelegentlich los werde möchte ich sie nicht kurzfristig umgewöhnen und deshalb pansche ich bei den Fischen bei denen geplant ist dass ich sie mal abgebe nicht mit dem Wasser rum bzw. wenns nicht andest geht (Killis, Corys) gewöhne ich schon die Jungfische beiizeiten auf unser hartes Wasser um.

Allerdings ist die Nachfrage nach Gertrudae in seinem Ladengeschäft gleich Null deshalb züchte ich sie auf Sparflamme zum erhalten. Sind halt keine quietscbunte "Bonbonfische" auf die die Kundschaft abfährt. Mal schauen wie die Paskai ankommen ;) .

Gruß

Armin

Similar threads