Liebe Hobbyfotografen und Regenbogenfans,
ein Retroadapter ist eine gute Möglichkeit mit Hilfe eines z.B. Kit-Objektivs in Vergrößerungsbereiche jenseits von 1:1 vorzustoßen. Dies ist interessant beim Arbeiten mit möglichst immobilen Motiven in Kombination mit einem Stativ. Der Preis für die Vergrößerung jenseits des 1:1 -Maßstabes ist die sehr geringe Schärfentiefe.
Geht es Dir darum gute Fisch und Aquarienbilder machen zu können, denke ich, daß Du mit einem Retroadapter für diese Zwecke nicht gut bedient bist !!! - Hast Du wirklich vor gute Aquarienfotografie zu betreiben wirst Du um ein gescheites Makroobjektiv ( und ein oder mehrere möglichst entfesselte Blitze ) nicht umhin kommen. Hinsichtlich der geringen Schärfentiefe ist diese schon bei der Aquarienfotografie mit Hilfe eines Makroobjektives ein Hemmnis. In der Praxis ist es eher so, daß von zwei hintereinander schwimmender Fische meist nur ein Fisch im Tiefenschärfebereich liegt und der Zweite schon unscharf ist - mit ein wenig Glück möglichst der Hintere

. Um überhaupt scharfe Bilder zu bekommen muß man also möglichst mit kleiner Blende arbeiten, um den Schärfentiefebereich möglichst tief/groß zu halten - und dazu braucht man Licht,
viel Licht. Je kleiner die Blende, umso größer der Schärfentiefebereich, aber umso mehr Licht wird benötigt.
Trotz Blende 19 ist der hintere Fisch 1,5 cm hinter dem Vorderen aufgrund der geringen
Schärfentiefe unscharf.
Fazit: Mit einem Retroadapter gelingt es mit Hilfe "günstiger Kit Objektive" in Makrobereiche jenseits von 1:1 vorzudringen- aufgund der extrem engen Schärfentiefe ist diese Kombination meiner Meinung nach jedoch nicht geeignet um "klassische Fischbilder" zu machen.
Wer sich mehr für Aquarienfotografie interessiert und fundierteres Wissen erfahren möchte, fühle sich herzlich eingeladen einmal
die deutsche Seite für Aquarienfotografie
http://forum.aquarienfotografie.net zu besuchen. Hier gibt´s wirklich viel zu lernen.
L.G. Ralph