Ich habe mal ein Stück aus meiner Homepage kopiert, weil da weitere Informationen drin stehen:
Diese etwa drei cm große Art kommt nur vor in einigen artesischen Quellteichen im Inneren Australiens. Die gesamte Population wird auf etwa 5000 - 7000 Stück geschätzt. Ich hatte bei einer Australienreise die Möglichkeit diesen Fundort zu besuchen, das ist nicht ganz einfach, weil er auf privatem Grund und Boden liegt, aber wenn man rechtzeitig vorher höflich anfragt, bekommt man die Erlaubnis.
Das ist ein ganz besonderer Biotop. Kein Fluss, kein Bach, kein Teich, sondern eher eine überschwemmte Wiese mit einem schlammigen Boden und einer Wassertiefe von etwa zehn Zentimetern. Die Wassertemperatur war erstaunlich kühl mit etwa 26 °C, aber der pH Wert war 9,0 und der Leitwert 800 µS/cm. Die Lufttemperatur war etwa 34 °C (im Schatten, aber da war keiner), ja, wir haben richtig geschwitzt. Wenn man nach dem Ende einer solchen Exkursion ein Glas kaltes Wasser trinkt, dann schmeckt das wie der beste Wein. Ich habe Mitte der 90er Jahre mal einige Fische dieser Art bei mir gehalten und auch Jungfische aufgezogen. Leider wusste zu diesem Zeitpunkt keiner, auch nicht unsere australischen Freunde, das bei dieser Art nur die jungen Fische laichen und auch die legen nur wenige Eier. Also habe ich die Jungfische abgegeben, keine Jungen mehr bekommen und auch bei den anderen war der Zuchtstamm zu klein. Nach wenigen Jahren hatte keiner mehr diese Art. Inzwischen ist der Biotop streng geschützt, es ist nicht gestattet dort Tiere zu fangen.
"Knietief" ist nur bedingt richtig, die "Teiche" wo wir die "Scats" und die "C. squamigenus" gefangen haben, waren etwa "fusstief". Bei unserem Besuch waren die Gambusen nur in den Quellbereichen zu finden, wo mehr Wasser floss und die darum tiefer waren. Die waren etwa 60 - 80 cm tief, da stimmt "knietief". Herr Wills nannte diesen Bereich "the big spring". Die grösste Angst war damals, und, soweit mir bekannt ist, auch heute noch, dass der Thomson River bei irgendeiner Flut mal das Gelände überfluten würde, und dann die Gambusen in alle Teiche kommen würden.
Familie Wills hat zu der Zeit als wir den Besuch gemacht haben, Rinder und Schafe auf dem Gelände gehalten, aber inzwischen wurde es verkauft an den Verein "Bush Heritage Trust", die wollen die Biotope erhalten. Das Problem ist, aus dem grossen unterirdischen See der die artesischen Quellen speist, wird von den landwirtschaftlichen Betrieben im Inneren Australiens mehr Wasser abgepumpt, als nachfliesst. Wenn der Druck nachlässt, werden die Quellen nicht mehr auf natürlichem Wege fliessen.